Welchen kulturellen Wert haben temporäre Events und räumliche Inszenierungen auf Zeit? Welchen Beitrag können sie zu einer lebendigen europäischen Stadtbaukultur leisten? – Dies ist das Thema eines gemeinsamen Projekts der Kulturhauptstädte Europas im Jahr 2010. In Istanbul, Pécs und – stellvertretend für das Ruhrgebiet – in Duisburg werden während des Kulturhauptstadtjahres zeitlich begrenzte Interventionen im Stadtraum auf die verschiedenen kulturellen Ausprägungen der "Europäischen Stadt" aufmerksam machen und dabei neue Ideen zur ihrer Gestaltung erproben.
Dieser baukulturelle "Dialog der Kulturhauptstädte Europas 2010" knüpft an die bereits im Rahmen der Landesinitiative StadtBauKultur NRW realisierten Projekte in Düsseldorf (2004/05) und Mönchengladbach (2006/07) an und wird 2008-2010 in Zusammenarbeit mit ausgewählten Architektur- und Planungsfakultäten aus Pécs, Istanbul, Dortmund, Siegen und Aachen durchgeführt.
In gemeinsamen Workshops und Wettbewerben erarbeiten Studierende aus den drei Ländern exemplarische Lösungen für ausgewählte „besondere Orte“ in Istanbul, Pécs und Duisburg. Mit ihren Entwürfen demonstrieren sie den Mehrwert zeitlich begrenzter Interventionen in öffentlichen Räumen. Auf experimentelle Weise schaffen sie temporäre Stadträume oder urbane Situationen, die der lokalen Öffentlichkeit einen neuen, manchmal provokanten Blick auf die jeweilige Stadt ermöglichen. Die besten, von international besetzten Jurys ausgewählten Beiträge werden schließlich im Kulturhauptstadtjahr 2010 in Duisburg, Pécs und Istanbul umgesetzt.
Dokumentation "Temporäre Stadt an besonderen Orten"
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Projektinterviews
> Karl-Heinz Petzinka, RUHR.2010 GmbH
> Ulrike Rose, StadtBauKultur
> Christa Reicher, TU Dortmund
Projektbroschüre
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