Preis
Wetterumschwung in Duisburg – neues Klima in der Innenstadt

Anna Lerch und Mavie Lakenbrink, TU Dortmund, Fakultät Raumplanung

Innenstadt und Innenhafen miteinander zu verbinden und gleichzeitig ein neues Klima im öffentlichen Raum zu schaffen – dies sind die wichtigsten Ziele der mit dem ersten Preis ausgezeichneten Arbeit. Im Ideenteil sieht der Beitrag eine schrittweise Ausweitung der bestehenden Fußgängerbereiche bis hin zum Innenhafen vor; es sollen neue attraktive Platzsituationen geschaffen und einseitig dem Fahrzeugverkehr dienende Verkehrsräume vielseitiger nutzbarer gemacht werden. In den stark reglementierten und hierarchisierten Verkehrsräumen, die das sichtbare öffentliche Leben einer Stadt entscheidend bestimmen, soll sich eine neue Kultur des Miteinanders herausbilden können. In ihrem Realisierungsteil schlägt die Arbeit daher die zeitlich begrenzte Erprobung dieses Prinzips vor: Ein Teilabschnitt des Innenstadtrings soll für kurze Zeit zu einem "shared space" werden, einem städtischen Verkehrsraum, den sich alle Verkehrsteilnehmer – ob Fußgänger, Rad- oder Autofahrer – gleichberechtigt teilen werden. Mit der Einrichtung des temporären „shared space“ könnten – so die Idee der Verfasserinnen – zusätzliche Aktionen stattfinden, die das „neue Klima in der Innenstadt“ für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt auf vielfältige Weise erlebbar machen.

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Anerkennung

„Collective Memory Wall“

Sinem Qymak und Eser Ergün, Bilgi Universität Istanbul
Serkan Sinmaz und Neval Birol, Yildiz Universität Istanbul

Der mit einer Anerkennung ausgezeichnete Beitrag thematisiert nicht nur die gegenwärtig nur unzureichende Verknüpfung zwischen der heutigen City und dem Hafen, sondern möchte mit einer temporären Installation die Geschichte dieser Stadt ins kollektive Gedächtnis zurückrufen. Entlang der Salvatorstraße soll eine temporäre und markant gestaltete „Mauer der Erinnerung“ Burgplatz und Alten Markt, zwei bedeutende Orte im mittelalterlichen Grundriss der Stadt, miteinander verknüpfen. Burgplatz und Salvator-Kirchplatz, die gegenwärtig als ein zusammenhängender öffentlicher Raum wahrgenommen werden, würden für Dauer der temporären Installation wieder zu zwei eigenständigen Plätzen – so wie es der historischen Situation entsprechen würde.

Um diese im mittelalterlichen Zentrum der Stadt geplante Mauer der Erinnerung mit den beiden anderen Stadträumen – City und Innenhafen – zu verbinden, sieht die Arbeit eine Reihe von kubus-artigen Stadtmöbeln vor, die im Stadtraum verteilt unterschiedlichste Funktionen wahrnehmen und deren Gestaltung an das Erscheinungsbild der Mauer anknüpft.

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