Zum Auftakt des baukulturellen Dialogs der Kulturhauptstädte fand am 31. Oktober 2008 ein internationales Städtebausymposium im stadtbauraum in Gelsenkirchen statt. Referenten aus der Türkei, Ungarn, Österreich, den USA und Deutschland befassten sich mit der Fragestellung, welche stadtkulturelle Bedeutung temporäre räumliche Inszenierungen in den so unterschiedlichen Städten Europas besitzen und welchen konkreten Beitrag temporäres Bauen und Gestalten für die Entwicklung einer Stadt leisten kann. Im Fokus standen einmal mehr die öffentlichen Räume, die in räumlicher wie gesellschaftlicher Hinsicht als das eigentliche Rückgrat einer europäischen Stadt verstanden wurden. Die Vorträge und Diskussionen machten deutlich, dass temporäres Bauen im herkömmlichen Verständnis kommunaler städtebaulicher Praxis kaum vorgesehen ist, aber durchaus die Perspektiven für einen Stadtraum nachhaltig verändern und dort neue städtebauliche Qualitäten initiieren kann. Dafür ist es notwendig, dass temporäre Impulse auch dann in Erinnerung bleiben, wenn sie bereits wieder aus den öffentlichen Räumen der Stadt verschwunden sind.
© Grützner
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Soll temporäres Bauen städtebauliche Probleme lösen – oder ist es nicht mancherorts viel sinnvoller, mit temporären Interventionen städtebauliche Probleme sogar zeitweilig zu verstärken, um notwendige Veränderungen zu provozieren? Diese Frage beschäftigte letztlich nicht nur die Referenten des Symposiums, sondern auch die teilnehmenden Studierenden, die sich im anschließenden Workshop mit der konkreten Aufgabenstellung des Wettbewerbs in Duisburg auseinanderzusetzen hatten.
Referenten:
Prof. Christa Reicher, TU Dortmund, Fakultät Raumplanung; Prof. Karl-Heinz Petzinka, Künstlerischer Direktor RUHR.2010, Assoc. Prof. Dr. Mona El-Khafif, California College of the Arts, San Francisco; Prof. Bernd Borghoff, Universität Siegen; Elke Ritt, British Council, Berlin; Prof. Dr. Bálint Bachman, Universität Pécs; Jan Kampshoff, modulor beat, Münster; Prof. Uli Exner, Universität Siegen; Kurt Smetana, Quartiersmanagement Ottakring, Wien; Andrea Knobloch, Künstlerin, Düsseldorf; Prof. Andreas Kaiser, Künstler, Fachhochschule Mainz; Christoph Hölters, Stadtentwicklung Duisburg; Susanne Titz, Museum Abteiberg, Mönchengladbach;Prof. Andreas Fritzen, Hochschule Bochum
Ulrike Rose, Landesinitiative StadtBauKultur NRW; Katja Aßmann, Ruhr.2010 GmbH
Moderation: Josip Sosic, Pressesprecher Stadt Duisburg
Prof. Andreas Kaiser, Künstler, Fachhochschule Mainz (Vortrag als PDF 52 KB)
Assoc. Prof. Dr. Mona El-Khafif, California College of the Arts, San Francisco (Vortrag als PDF 52 KB)
| 10.00 | Begrüßung |
| 10.10 | Projekt »Temporäre Stadt an besonderen Orten« |
| 10.25 | Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 |
| 10.40 | Öffentlicher Raum, Inszenierter Urbanis- mus |
| 11.15 | Podiumsdiskussion |
| 12.15 | Vorträge |
| 13.00 | Städtische Impulse, Spielräume temporärer Architektur |
| 13.35 | Podiumsdiskussion |
| 14.35 | Vorträge |
| 15.00 | Temporäre Stadt, Aus den Augen, aus dem Sinn ... |
| 15.35 | Podiumsdiskussion |
| 16.35 | Zusammenfassung des Tages |
| 17.00 | Prof. Christa Reicher, TU Moderation: Josip Sosic, Pressesprecher Stadt Duisburg |