© Europäisches Haus der Stadtkultur
Der Auftakt der Projektreihe fand im Jahr 2004 noch unter dem Titel "Temporäre Architektur an besonderen Orten" am Gustaf-Gründgens-Platz in Düsseldorf statt – einem in der Stadt sehr prominenten, aber nicht nur deshalb besonderen Ort. Der Platz ist umgeben von zwei bedeutenden Bauten der jüngeren Düsseldorfer Architekturgeschichte, die zwischenzeitlich zu Wahrzeichen der Stadt geworden sind: Das als „Dreischeibenhaus“ bekannte Bürohochhaus aus dem Jahr 1960 (Hentrich, Petschnigg und Partner) und das 1970 nach den Plänen von Bernhard Pfau fertig gestellte Schauspielhaus der Stadt Düsseldorf. In seiner gegenwärtigen Form fungiert der Platz vor allem als städtische Bühne für das skulpturale Schauspielhaus, leidet aber an seiner geringen Nutzungsintensität: Der Platz sollte in seiner noch jungen Geschichte immer mehr sein als „nur“ ein Theaterplatz. Die beiden Studierenden Verena Gerdesmeier und Patrick Stührenberg der FH Münster (Betreuung: Prof. Julia B. Bolles-Wilson) beantworteten die programmatische Leere des Platzes mit einer radikalen Privatisierung des öffentlichen Raums und gewannen mit dieser Idee den Auftakt-Wettbewerb. [mein Platz!] bot den Düsseldorfern Bürgern die Möglichkeit, temporäre Nutzungsrechte für einzelne „Claims“ zu erwerben und die Belebung des Platzes selbst in die Hand zu nehmen. Für zwei Wochen avancierte der städtische Platz zu einem neuen sozialen Handlungsraum, zu einer öffentlichen Bühne privaten städtischen Lebens.
Dokumentation "Temporäre Architektur an besonderen Orten"
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(Die Printausgabe der Dokumentation ist leider vergriffen. Die Publikation steht nur als pdf-Download zur Verfügung.)