Das neue Kultur- und Kreativquartier Zsolnay, das zur Zeit auf dem Gelände einer gleichnamigen Porzellanmanufaktur entsteht, ist eines der wichtigsten städtebaulichen Projekte in Pécs. Langfristige Konzepte sehen vor, diesen besonderen und architektonisch reizvollen Stadtraum als zentralen Ort der Kultur zu etablieren, um Räumlichkeiten für verschiedenste kreative Nutzungen zu bieten (so etwa für die bereits bestehende Jugendbegegnungsstätte „House of the Youth“). Während die Planungen für das Areal schon weit fortgeschritten sind, ist die öffentliche Wahrnehmung des Zsolnay-Quartiers noch gering. Obwohl lediglich 15 Minuten Fußweg vom Zentrum entfernt, spielt das in einem städtischen Wohnviertel angesiedelte Zsolnay kaum eine Rolle im Alltag der Bewohner. Auch fehlte bisher die nötige Aufmerksamkeit für den umfangreichen Transformationsprozess des Gebietes. Die Aufgabenstellung für den Studentenwettbewerb sah daher vor, städtebauliche Strategien zu entwickeln, die das Zsolnay-Quartier stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken. Wie im Duisburger Wettbewerb galt es, zwei Planungsebenen mit den Entwürfen abzudecken: einerseits eine langfristige Vision stadtplanerischer Gestaltungsmöglichkeiten, andererseits ein städtebauliches Experiment auf Zeit, dass diese Vision exemplarisch veranschaulicht.
© Antal Szentendrei
Für Pécs hieß das, den Weg von der Innenstadt zum Zsolnay-Quartier mittels einer temporären Installation im öffentlichen Raum in Szene zu setzen und Lösungen zu präsentieren, um die beiden Stadtquartiere nachhaltig miteinander zu verbinden.