© Istanbul 2010
Mit mehr als 12 Millionen Einwohnern ist Istanbul (vormals: Byzanz, Konstantinopel) eine der größten Städte der Welt; die schnell wachsende Metropole an der historischen Schnittstelle von Europa und Asien blickt auf eine Jahrtausende alte Geschichte zurück, in der sich die Stadt – nicht nur dem Namen nach – immer wieder neu erfunden hat. Im Kulturhauptstadtjahr möchte Istanbul nicht nur seinen ganzen kulturellen Reichtum präsentieren, sondern eine Reihe neuer urbaner Projekte auf den Weg bringen, zum Beispiel am Goldenen Horn, einer ca. sieben Kilometer langen Bucht in der Westhälfte der Stadt. Die vielfach noch vorhandenen historischen Militär-, Industrie- und Hafenanlagen sollen nun nach und nach zu lebendigen Stadtquartieren entwickelt werden; dabei könnte die Kreativwirtschaft – wie in Pécs und im Ruhrgebiet – als Motor künftiger Stadtentwicklung eine wichtige Rolle spielen. Grundlegend für diesen städtebaulichen Diskurs ist außerdem die Integration angehender Planer und Architekten. Junge Studenten entwerfen Visionen für mögliche städtebauliche Neuorientierungen in diesem einzigartigen Stadtgebiet.
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