Preis
Floating Surfaces

Ceyda Cihangir und Fazil Efe İlgen, Istanbul Bilgi University; Duygu Kırışoğlu und Müge Yorgancı, Yıldız Technical University

Mit "Floating Surfaces" wird im Juni 2010 ein studentischer Entwurf temporär umgesetzt, der die traditionell starke Verbindung der Menschen zum Wasser wiederbeleben und das Areal rund um die Haliç-Werft für neue Nutzungen langfristig öffnen will. "Floating Surfaces" ist darauf ausgerichtet, den ehemaligen Industrieraum einer neuen gesellschaftlichen Praxis zuzuführen, ohne die noch sichtbaren Spuren der Vergangenheit zu leugnen oder gar zu zerstören. Im Mittelpunkt des Entwurfs steht ein Floß, dessen sechs Module je nach Einsatzbereich unterschiedlich angeordnet werden können. Es dient als Transportmittel – das Gelände soll nur über das Wasser zu erreichen sein –, kann aber auch zur Konzertbühne umfunktioniert werden. In der Konstruktion wird auf Nachhaltigkeit durch umweltfreundliche Materialien geachtet. Mit dem Betreten des Geländes eröffnet sich dem Besucher ein ungewohnter Blick auf die Werft: zwischen den drei Trockendocks, wo eine Vielzahl von Aktionen und Performances stattfinden werden, liegen mit rotem Tuch ausgekleidete Verbindungskorridore. Mittels dieser Installation werden die positiven Elemente und die baukulturellen Potenziale der Haliç-Werft hervorgehoben. Das neuartige Erleben des industriell geprägten Raums kann den Anstoß zu einem umfassenden Imagewandel des Areals geben.

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Anerkennung

dockSPARK010

Alper Çakıroğlu, Serkan Sınmaz und Emre Kovankaya, Yıldız Technical University Istanbul

Raumerfahrung und Perspektivwechsel. Der Entwurf setzt sich mit zwei Faktoren auseinander, die für die räumliche Aufenthaltsqualität entscheidend sind: eine fußgängerfreundliche Anbindung der Haliç-Werft und der barrierefreie Zugang zum Wasser. Der Entwurf will mit einer einfachen, aber effizienten Installation temporär beides herstellen. Vom nahegelegenen, ebenfalls relativ isoliert gelegenen Perşembe Pazarı, führt ein langer floßähnlicher Steg zum Werftgelände. Der Steg setzt sich aus ingesamt 48 Modulen zusammen und besitzt in seiner Ausgangsform eine dreigliedrige Struktur: einen Aufgangsbereich, eine schmale Fußgängerpromenade und ein End-Deck, das Platz für Freizeitaktivitäten und Kulturveranstaltungen bietet. Dank seines flexiblen Gerüsts kann das sogenannte dockspark seine Form ändern und je nach Wunsch auf dem Wasser oder mit Zugang zur Werft platziert werden. Wie ein Funke, der überspringt.

 

Grüne Anerkennung

Re.cycling Re.inkarnation Re.lations.Schiff

Sarah Pallischeck, Universität Siegen

Ein Ort, der sich verändert, hinterlässt Spuren. Und die Spuren der industriellen Vergangenheit sind auf der Haliç-Werft schwer zu übersehen: verrostete Tonnen, Ketten, Reifen, Batterien ... Ob dieser Sondermüll mehr als nur Abfall ist, das liegt im Auge des Betrachters. Der Entwurf macht diese Gegenstände zum Ausgangspunkt einer besonderen Installation. Sie werden in unterschiedlich großen Gitterboxen gesammelt und zu Türmen aufeinandergestapelt. Wenn man die Mülltürme hinaufklettert, ergibt sich eine wunderbare Aussicht auf die Halbinsel und die Silhouette der Stadt. Von Lichtern angestrahlt, treten die Müllgebilde in einen Dialog mit den historischen Bauten und Wahrzeichen Istanbuls.

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